HOSPIZDIENST

Schon im Mittelalter war Hospiz ein Begriff für eine Herberge, die neben Gästen auch immer häufiger Kranke aufnahm. So entstanden die ersten Hospitäler.

Traurigkeit wegen des Abschiednehmens, Angst, Schmerzen, Hilflosigkeit, Verzweiflung, die Erfahrung des Verlorenseins, das Sichaufbäumen gegen die Unausweichlichkeit, Frust, die Sehnsucht nach Geborgenheit, nach der beruhigenden Hand des anderen, nach Gelegenheit sich aussprechen zu können, nach höherer Lebensqualität, manchmal auch nach Alleinsein, der Wunsch nach einer Handreichung und vieles andere können den Schwerstkranken und Sterbenden beschäftigen.

Diese Menschen brauchen Hilfe, damit sie ihre Sprachlosigkeit überwinden und das Auf
und Ab ihrer Gefühle bewältigen können.

Der Hospizgedanke schließt von Anfang an auch die Begleitung der Familie mit ein. Der Sterbende soll sich bis zuletzt seines Platzes in der Familie sicher sein können und die
Chance haben, in ihr eine Quelle der Ruhe und Geborgenheit zu finden.

Hospiz- und Palliativarbeit geht von den Rechten und Bedürfnissen der Betroffenen und
ihrer Angehörigen aus. Im Sinne dieser Orientierung muss Hospiz- und Palliativarbeit
folgendes beachten:

• Wahrung der Autonomie des Erkrankten,

• Erschließung von Ressourcen für Lebensqualität,

• Sicherung des sozialen Lebens auch im Sterben,

• Betreuung zu Hause, wenn der Kranke dies möchte,

• Anleitung, Einbindung und Entlastung von Angehörigen,

• Hilfe bei der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens,

• Angebot des Beistands beim Sterben,

• Begleitung trauernder Hinterbliebener.

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